Woodward Europe

Grünes Licht für Camp in Lenggries

Im vereinfachten Raumordnungsverfahren für ein sportbezogenes Freizeit- und Trainingscamp für Kinder und Jugendliche auf einer rund 14 Hektar großen Teilfläche des ehemaligen Kasernengeländes in Lenggries, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, gibt die Regierung von Oberbayern aus landesplanerischer Sicht grünes Licht. Das geplante Vorhaben könnte die im Westen des Ortes gelegene Militärbrache der Prinz-Heinrich-Kaserne einer sinnvollen touristischen Nutzung zuführen.

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Die Gemeinde Lenggries beabsichtigt, auf dem ehemaligen Kasernenareal die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Ferien- und Trainingscamp vornehmlich für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Wie aus den Projektunterlagen hervorgeht besteht das Spektrum der angebotenen Aktivitäten vor allem aus Trendsportarten wie Skateboarden, BMX, Dirtbike oder Snowboarden. Zur betriebsnotwendigen Infrastruktur zählen neben Unterkünften auch Sport- und Ausbildungseinrichtungen, Anlagen für Verpflegung und medizinische Versorgung. Der alte Gebäudebestand der Kaserne bleibt hierfür prinzipiell erhalten und wird lediglich um den Bau zweier neuer Sporthallen ergänzt. Die Projektrealisierung erfolgt in mehreren Phasen. Nach dem geplanten Vollausbau in sechs Jahren ist gemäß der Planung des Betreibers pro Jahr mit ca. 120.000 Übernachtungen und ca. 15.000 Tagesbesuchern zu rechnen.

Die Regierung von Oberbayern hat als höhere Landesplanungsbehörde parallel zur Bauleitplanung im März 2012 ein vereinfachtes Raumordnungsverfahren durchgeführt und die Stellungnahmen von 44 Behörden, Institutionen, Kommunen und der Öffentlichkeit geprüft. Sie gibt jetzt grünes Licht für das Projekt aus landesplanerischer Sicht, sofern die Maßgabe zum Immissionsschutz erfüllt wird.

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Denn insgesamt ist mit dem Vorhaben „Camp Woodward Lenggries Europe“ eine grundsätzlich positive Wirkung auf die gewerbliche Wirtschaft, insbesondere der Tourismuswirtschaft und des Arbeitsmarktes zu erwarten. Die Tourismuswirtschaft könnte von der Verwirklichung des Projekts in erheblichem Maße profitieren. Das touristische Angebot in Lenggries und der Region würde um neue trendige Freizeitaktivitäten erweitert und damit auch qualitativ verbessert werden. Angehörige von Camp-Urlaubern verbringen möglicherweise parallel dazu ihren Urlaub in Lenggries, so dass positive Synergien für die traditionellen Tourismusbetriebe zu erwarten sind. Auch können durch das Vorhaben nachhaltige und attraktive Lebens-und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum geschaffen bzw. erhalten werden. Positiv ist auch zu beurteilen, dass das Projekt überwiegend auf bereits bestehende Gebäude und Anlagen zurückgreift und somit ein vergleichsweise geringer Flächen- und Ressourcenverbrauch erforderlich ist. Maßgeblich negative Effekte des Vorhabens auf die Belange der Raumordnung konnten nicht festgestellt werden.

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Verfahren
Die Regierung von Oberbayern prüft in einem vereinfachten Raumordnungsverfahren, wie sich ein geplantes Vorhaben auf die für die Raumordnung wichtigen Aspekte, wie z.B. gewerbliche Wirtschaft, Natur und Landschaft, Wasser, Verkehr, Immissionsschutz und Siedlungsentwicklung auswirkt. Dazu wertet die Regierung als höhere Landesplanungsbehörde die Stellungnahmen aus, die im Rahmen des Bauleitplanverfahrens abgegeben wurden. Anhand derer prüft sie dann, ob und gegebenenfalls unter welchen Maßgaben das Projekt mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist und wie es mit anderen Vorhaben öffentlicher oder sonstiger Planungsträger abgestimmt werden kann. Die Regierung wägt die einzelnen Belange gegeneinander ab und schließt das vereinfachte Raumordnungsverfahren mit der so genannten „landesplanerischen Beurteilung“ ab. Die raumordnerische Beurteilung enthält keine abschließende Entscheidung über das Vorhaben. Diese ist vielmehr dem noch laufenden Bauleitplanverfahren vorbehalten

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