Lohhof Minirampe

Ich bin selbst quasi auf einem Skatepark groß geworden und habe gute Kumpels die Skateboard und BMX fahren. Wir haben uns immer für den Skatepark eingesetzt und es gab eigentlich nie wirklich Streit oder gehate. Vor knapp einer Woche haben sich BMXer, Skateboarder und Inlineskater für den Wiederaufbau einer Minirampe in Lohhof eingesetzt. Assia Zaharieva war vor Ort und hat für uns den Aufbau und das Geschehen dokumentiert.

 

Aufbau der Lohhoframpe – wie alles begann:
Das Hauptziel der Miniramp Masters dieses Jahr war von Anfang an: GO BIGGER! Also: mehr Tourstopps mit mehr Teilnehmern verteilt in ganz Deutschland.
Wir wollten unbedingt im Süden repräsent sein und checkten schnell welche Möglichkeiten zur Verfügung standen.
Und da war sie: die Lohhoframpe in München. Sie erinnerte uns an die mobile Brown-Spineramp, auf der die Finals der letzten Jahre stattfanden. Absolut geeignet für einen Contest und auch noch in München!!! Da war ja nur dieses eine Problem – es stand nur das Grundgerüst.
Nach dem Motto „Nichts ist unmöglich“ und „ich will unbedingt einen Tourstopp auf genau dieser Rampe“ organisierten wir ein Aufbauteam von ca. 10 Leuten, welches vom 28. bis 30. April vor Ort antanzte um diese Rampe fahrbar zu machen.

Freitag 27.04.2012
Frank, André und ich auf der Fahrt von Münster nach München:
Frank: „Was ist das bitte für eine Wahnsinnsaktion? Wie bescheuert ist man 650 km zurück zu legen um eine Rampe aufzubauen?“
Ich: „Verdammt du hast Recht!“

Innerlich hat jeder von uns jedoch diese Aktion unterstützt und wir freuten uns auf 3 Tage München. Besonders André – er war noch nie zuvor in der bayerischen Hauptstadt und er hatte schon voll viel über bayerisches Bier gehört.
Nach 8 Stunden Fahrt, um kurz vor Mittelnacht, sind wir in endlich angekommen. Normalerweise sollte man nach einer solchen Aktion verdammt müde sein, aber ohne das (bayerische) Abendbierchen kann man ja nicht ins Bett gehen (Und hier bedanke ich mich bei Dario Soller und meine Freundin Yana, die so nett und freundlich waren, uns aufzunehmen).
Dario wurde unser Reiseführer und brachte uns zu dem so genannten „Feierwerk“- ein ganz lustiges Plätzchen, wo man viele lustige Menschen trifft. Kann ich nur empfehlen! Aus nur ein Stündchen rausgehen, wurde 4 Uhr. Das bedeutete nur 5 Stunden Schlaf.

 

Samstag 28.04.2012
Um 9:30 Uhr weckte ich die Truppe und um 11:00 Uhr  waren wir am Skatepark. Nur 1 Stunde Verspätung – das geht ja noch. Alle Lokals waren bereits da und warteten ganz heiß darauf endlich anzufangen. (Und jetzt bedanke ich mich bei Harry, Michael, Francesco, Felix, Magdalena, bei SV Lohhof Rolling Wheels, und alle anderen Freiwiligen Helfern, die dabei waren.)
Der erste Tag war verdammt anstrengend und so endlos. Ein großer Teil der Unterkonstruktion war vergammelt und wir flickten sie so gut es ging. Das hat mich an die Straßen in Bulgarien oder irgendwo in Osteuropa erinnert. Wer schon da war, weiß was ich meine.
Dazu kam auch noch dieses perfekte Plantschwetter (30°C und Sonnenschein), dass unsere Werkzeuge zum glühen brachte und einige Sonnenbrände verursachte. Diesen Tag beendeten wir in einer kleinen Kennenlern-Runde mit Augustiner Bier und gingen brav ins Bett.

 

Sonntag 29.04.2012
Das Aufstehen verlief dieses Mal problemlos. Sogar der Gang zum Bäcker dauerte nicht lange. Wir kamen relativ pünktlich an der Baustelle an.
Die Wolkendecke am Himmel machte uns das Arbeiten wesentlich leichter und außerdem hatten wir auch ab jetzt die Unterstützung von Jürgen Eberlein, der direkt von einer Hochzeit zum Aufbau kam.

Das schwierigste hatten wir ja auch hinter uns: Die Unterkonstruktion war fertig. Als wir Bretter darauf nagelten, fing die Rampe endlich an eine gescheite Form einzunehmen. Die Motivation stieg insbesondere, nachdem sich einige Jungs ihre Skates angezogen haben und die Rampe trotz fehlendem Belag ausprobierten.

Es folgten die Belagplatten: anbringen, schrauben, anbringen, schrauben… Am Anfang bildeten die Schrauben klare Linien und am Ende sah die Rampe aus wie ein Himmel voller Sterne.

Die Rampe holte sich an diesem Tag auch ihr erstes Opfer. Sören hat beim Aufbau sein Fuß so umgeknickt, dass er kaum laufen konnte. Diagnose: zwei gerissene Bänder. Wir wünschen ihm gute Besserung!

Nachdem wir auch diesen Arbeitstag beendeten, sind Jürgen, Harry, Michael und ich noch zum Skatepark von Karlsfeld gefahren. Die 2 Stunden Session an der Mini und im Bowl hat sehr Spaß gemacht. Danke Jungs!

Nachdem ich mich Abends ins Bett legte und die Augen schloss fragte ich: „Jürgen, was siehst du, wenn du die Augen schließt?“
Jürgen: „Ööööhm, Schrauben.“
Ich: „Ich auch“


Montag 30.04.2012
Aufstehen, zur Baustelle fahren. Wir wussten, dass nicht mehr viel zu tun war, da uns das Material allmählich ausging.Das Wetter war wieder mal so heiß, sodass einige von uns am Ende des Tages über Sonnenbrand klagten. Um 16:00 Uhr waren wir fertig und endlich probierten wir die Rampe aus, soweit sie fahrbar war. Ich kann euch nur versichern, sie ist perfekt!


Am Nachmittag verbrachten Jürgen und ich die Zeit in einem Biergarten und zum Abendessen gab es Sushi – all you can eat. Munich was great!
Der Tourstopp in München wird am 21. Juli stattfinden. Falls Regen gemeldet ist, gibt es einen Alternativtermin: den 28. Juli. Wir hoffen auf viele Besucher für maximalen Spaß am Rollerblading!


Mehr Infos über den Mastership findet ihr unter www.miniramp-masters.de

Text: Assia Zaharieva

2 thoughts on “Lohhof Minirampe

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