Scotland 2011 Part1

Dies ist der erste Teil eines Berichts von Robin Krumholz aus Bad Waldsee. Er war vor einem Monat in Scotland seinen Kumpel besuchen, die Familie wieder sehen und vorallem Skaten. Wir teilen den Bericht in zwei Teile. Hier schon mal der erste Teil:

Text/Bilder: Robin Krumholz

 

Die Tage werden kälter es wird früher dunkel und irgendwie macht das Skaten draußen immer weniger Spaß. Der Winter kommt also verzieht man sich wie jedes Jahr in die lokalen oder leider weniger lokalen Skatehallen. Die werden aber mit der Zeit auch etwas langweilig, also warum nicht mit ein paar Kollegen einen kleinen Skate-Trip nach Schottland machen?

Ja, Schottland. klingt komisch is aber so. Das Land das für Whisky, Golf und schlechtes Wetter bekannt ist hat auch Skatepark technisch eine menge zu bieten

In Glasgow und Edinburgh gibt es 3 Skatehallen die auf jeden Fall einen Trip wert sind. Wer etwas mehr Zeit hat kann auch noch die Parks in Dundee und Aberdeen checken. Glasgow und Edinburgh liegen ca. 1 Autostunde voneinander entfernt, von Edinburgh aus geht es in Richtung Norden und einer weiteren Stunde fahrt nach Dundee

Die Fahrt von Dundee nach Aberdeen dauert nochmal ca. 2 Stunden.

Ich habe vier Jahre lang in Schottland gelebt und habe mich Anfang Oktober auf den Weg in die alte Heimat gemacht um die neuen Parks zu checken und euch diesen Trip etwas schmackhaft zu machen.

Der Flug ging mit Ryanair von Memmingen aka München West direkt nach Edinburgh. Von anderen deutschen Flughäfen (z.B. Köln-Bonn, Düsseldorf oder Frankfurt-Hahn.) werden Edinburgh oder Glasgow auch angeflogen. Man kann entweder mit Germanwings, Ryanair oder Easyjet fliegen, am besten aber bei allen drei Anbietern gucken und den besten Preis suchen.

Nach knapp zwei Stunden Flug wurde ich von Neil und Chris, meinen zwei besten Freunden aus alten Schottland-Zeiten, empfangen. Mit dem Leihauto ging es von Edinburgh Airport in Richtung Dundee, wo ich die nächsten fünf Tage bei Neil und seiner Familie gewohnt habe, allerdings nicht ohne vorher einen kleinen Abstecher zum neuen Outdoor-Skatepark in Edinburgh gemacht zu haben. Dieser war unglaublich und lies mich erstmal mit offenem Mund da stehen, dazu aber später mehr.

Wer nicht bei einem Kumpel übernachten kann, kann sich ein Zimmer in einem der vielen typisch schottischen Bed&Breakfast-Pensionen holen oder in einem Hostel in Edinburgh und Glasgow (beides Universitätsstädte) übernachten.  Am besten auch im Internet schlau machen. http://www.travelstay.com/, wäre eine Adresse.

Wir haben unser Auto über Budget Cars geliehen und haben für die fünf Tage 180£ bezahlt plus 200£ Deposit. Wenn man als Gruppe unterwegs ist und sich die Kosten teilt rentiert sich der Leihwagen finanziell auf jeden Fall. Außerdem ist man viel flexibler. Doch auch beim Autoleihen gilt es verschiedene Anbieter zu checken und zu gucken wer günstiger ist. Es gibt direkt außerhalb des Flughafens in Edinburgh ein Car Rental Center, wo man vor Ort von unterschiedlichen Anbietern wie SIXT, AVIS oder Budget Cars ein Auto leihen kann. Vorher anrufen und reservieren geht natürlich auch und macht Sinn, wenn man einen günstigeren Preis haben möchte.

Kleiner Tipp zum Fahren auf der linken Seite: Beim ersten Mal kann es sehr verwirrend sein, vor allem an einem Kreisverkehr oder beim Abbiegen. Als Faustregel gilt, dass der Fahrer immer am Mittelstreifen sitzen muss. Wenn das der Fall ist seid ihr auf der richtigen Seite und es kann nichts passieren. Das gleiche gilt wenn man dann wieder in Deutschland fährt.

Am ersten Tag, einem Samstag, haben wir uns für eine frühe Session in unserem alten Local Spot, der Skate-Factory in Dundee, entschieden. Das war am Samstagmorgen dann aber wohl doch nicht die beste Idee, da der Park von Millionen von Kindern und deren Scootern belagert wurde. Der Park ist aber trotzdem cool zum skaten und wenn man für eine spätere Session geht hat man auch ein bissle mehr Platz um den Park richtig zu nutzen. Wir haben leider alles an Footage verloren  das wir von der Factory gefilmt haben als wir die Daten von der Kamera auf den Pc gezogen haben darum hier ein link von einem älteren Edit der von mir und Neil in Dundee gemacht wurde.

 

SKATE-FACTORY DUNDEE:

 

Die Parks in Schottland sind anders als die in Deutschland. Man zahlt mehr Eintritt, hat dafür aber auch saubere Parks mit gutem Holz und meistens sind sie sogar beheizt. In der Factory zahlt man 6£ für eine Zwei-Stunden Session oder 18£ für den Tag, und, wie gesagt, je später man kommt desto mehr Platz hat man. Wenn in Schottland keine Ferien sind werden die Kids bis ca. 16 Uhr in der Schule sein, also unter der Woche zu gehen lohnt sich definitiv. Ach ja, in der Halle ist Helmpflicht. Helme können aber für 1£ geliehen werden.

In fast allen schottischen Parks gibt es Skate Shops, Getränkeautomaten und Essen. Und saubere Klos. Die Factory hat eine sehr schöne Quarterpipe mit schönem Coping und der Roll-in für die Jump box macht auch spass!!Die Bowl ist hinten rechts, habe leider gemerkt, dass ich kein Bild davon habe. Sorry! In der Halle gilt Waxverbot, aber wenn mal grad niemand guckt sollte man evtl. doch mal mit dem wax über das Coping gehen.

Es gibt eine super breite Spine mit Camel Hump und der Möglichkeit auf der einen Seite in eine Mini  oder auf der anderen Seite die Bowl Transfers zu machen. Oder auch Airs in eine Flatbank sind von der Spine möglich. Die Curbbox ist meiner Meinung nach etwas kurz macht aber genauso Spaß wie die Jumpboxen und die Quaterpipes.

Kleiner Streetbereich mit Curbs, Rail und Banks und die große Quarterpipe.

Wichtig ist, dass man vor einer Session auf jeden Fall auf der Homepage nachguckt, ob man zur gewünschten Zeit überhaupt skaten darf bzw. kann, da es spezielle „Beginners only“ Sessions oder „Scooter only“ Sessions etc. gibt und man dann nicht in den Park kommt. Für alle weiteren Infos checkt: http://www.factoryskatepark.com

Am Samstagabend ging es dann noch nach Glasgow zu dem neuen EKPARK. Leider war die Fahrt doch etwas länger als gedacht und wir hatten nur 2 Stunden bevor der Park geschlossen hat. Der Skatepark befindet sich in einem Hallenkomplex, wo es unter anderem auch eine Indoor Driving Range gibt und der Park teilt sich die Halle mit einem Indoor Kids Adventure Spielplatz.

 

EKPARK:

Wir waren um 20 Uhr da hatten also nur zwei Stunden bis der Park zu gemacht hat. Dadurch sind wir aber leider kaum dazu gekommen die Kameras auszupacken. Als endlich die Kamera da war, waren die zwei Stunden schon um. Daher gibt es leider nur sehr wenig Foto- und Videomaterial.

Für Bilder vom Park verweise ich daher auf die Homepage: http://www.ekpark.co.uk/

Auch im EKPARK gibt es Essen, Trinken, WCs und man muss auch hier vorm Skaten ein Formular ausfüllen. Bei den Preisen wird unterschieden zwischen Peak-Zeiten und Off-Peak-Zeiten. Sprich, wer zu Zeiten kommt, wo viel los ist, zahlt mehr. Also gilt auch hier, je später man da ist desto mehr platz hat man zum skaten und desto billiger ist es. Aber zu spät sollte man auch nicht in den Park gehen, denn er macht Spaß und man muss sich ein bisschen an die Transitions gewöhnen.

Der Park hat ein riesiges Foam Pit mit großem Roll-in und vielen versteckten Lines. Die Jump Section macht super Spaß, der Table und die Landung sind erhöht und man bekommt dadurch ein ganz anderes Fluggefühl. Es gibt überall große Wallrides, Banks, Spines und Quarters und alles was man eigentlich braucht. Es fehlt noch ein Bowl der hinter die Wallrides und neben das Foam-Pit gebaut werden wird.

Im EKPARK ist leider auch Waxverbot, was das Grinden ein bisschen schwerer machen kann, deshalb lohnt es sich auch zu gehen wenn wenig los ist, damit man evtl. doch ein bisschen waxen kann. Für mehr Bilder und Infos: http://www.ekpark.co.uk/layout.htm

Mein Tipp für die Jumps mit erhöhter Landung ist, vorsichtig von der Landung in den Absprung zurück springen. Durch den hohen Absprung kann man leicht zu weit springen. Wenn das passiert heißt es’’hallo flat’’ – mit dem haben ich dabei schmerzhafte Bekanntschaft gemacht. Nachdem ich dann auch schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Wallride gemacht hatte hieß es für uns am Sonntag, Wunden lecken, rum liegen und auf Montag freuen.

 

 

 

 

 


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