Real Street Stuttgart 2015

Nach 2011 fand endlich wieder im Street Mekka Stuttgart ein Real Street Contest statt.
Es war der zweite Tourstop der Real Street Series, welche von dem neuen deutschen Skateshop www.skatesolution.com wieder ins Leben gerufen wurde.

Treffpunkt war am Samstag dem 13.06.2015 im altbekannten

Nuttenpark

im Zentrum der Stadt.

Viele Skater aus allen Himmelsrichtungen haben den Weg in die Hauptstadt von Baden Württemberg gefunden.

Die Nürnberger Crew um Ranga Singh, die Münchner Dario Soller mit Sebastian Hofer, Jens Küfner aus Bayreuth, Patrick Ebensing aus Halle und sogar die junge österreichische Crew um Michael Witzemann und Florian Huemer um nur ein paar zu nennen.

Der Skatepark füllte sich schnell, so dass an die 100 Skater und Zuschauer zusammenkamen.

Robert Lee in Aktion Photo: Sebastian Hofer

Die Stuttgarter Crew um Felix „Humbug“ Geissler, Alex Klöber und Manuel Weber übernahmen die Bewertung und Robert Lee hatte standardgemäß sein Megaphon entstaubt um allen mit seiner altbekannten Art die Stimmung anzuheizen.

Nach dem sich alle angemeldet hatten ging es dann um ca, 14.00 Uhr zum ersten Spot:

Staatsgalerie

Ranga Singh – backside shifty Photo: Sebastian Hofer

Dieser Spot ist einer der bekanntesten Spots in Stuttgart mitten im Herzen der Stadt unweit vom Schloßpark!

16 Starter hatten sich angemeldet und wurden in drei Gruppen unterteilt, damit die Judges sich die Namen einprägen konnten.

Im Starterfeld waren unter anderem Gino Dangers aus Ulm, der Gastgeber Karmi Dan Schäfer aus Ludwigsburg und Michael Müller aus Wangen.

Aber auch viele Nachwuchstalente wie z.B. Hannes Keiner hatten sich angemeldet um zu zeigen was sie können.

Es ging nun alles Schlag auf Schlag. Alle der Starter gaben alles und so kam es zu sehr krassen Tricks und noch krasseren Stürzen.

Phil Aznar aus Karlsruhe, versuchte, das Double Set mit 180 zu gapen, landete aber in den letzten Stufen. Entwarnung, ihm ist nichts schlimmeres passiert.

Michael Witzemann aus Feldkirch, Österreich zeigte schönes Lines an den zwei nacheinander liegenden Curbs und Hannes Keiner gapte von der Ledge ins Flat mit 180.

Gino Dangers zeigte standargemäß schöne True Spin Topside Tricks aber auch Michael Müller und Karmi Schäfer zeigten schöne switschups auf den Curbs.

Während der Läufe ließen die Gesetzeshüter in blau nicht lange auf sich warten.

Aber Sie konnten beruhigt werden und gaben ein Ultimatum von 30 min.

So wurden die Läufe schnell durchgezogen und es ging danach direkt zum zweiten Spot:

Charlottenplatzrails

Michael Witzemann – backside 50/50 Photo: Sebastian Hofer

Dieser Spot ist auch altbekannt und schräg gegenüber von der Staatsgalerie. Wer sich erinnert, dass sind die Down Rails wo der Chris Obermaier mal beim Real Street backside fastslide gemacht hat und auf den Kopf gefallen ist.

Dank Humbug gab es aber dieses mal Bretter um zumindest eine gute Anfahrt zu gewährleisten.

Ursprünglich war als zweiter Spot das Blackrail angesetzt. Aber da hatte wohl jemand über Nacht eine Kette dran gemacht…

Aber zurück zum Spot:

Das Rail war auf jeden Fall eine krasse Steigerung zum ersten Spot, was aber fast niemanden hinderte sich daran zu versuchen.

Gastgeber Karmi Schäfer zeigte allen wie man Handrails fährt und machte einen Trick nach dem nächsten. Über Sweatstance, Fischbrain hinzu alley oop Top Acid und alley oop Top Soul.

Karmi Schäfer – alley oop topsoul Photo: Sebastian Hofer

Patrick Ebensing versuchte einen Front Torque aber konnte ihn nicht ganz halten.

Gino Dangers haute dann nach mehreren Versuchen eine Inspin Topsoul raus und setzte später noch einen perfekten True Topsoul nach.

Gino Dangers – inspin topsoul Photo: Sebastian Hofer

Aber es kam auch zu heftigen Stürzen, so dass einige nähere Bekanntschaft mit dem Rail machten.

Dann kam der Moment von Michael Müller, nach etlichen gestandenen Tricks wie half cab topsoul und half cab Top Acid to backside shifty kam der Trick des Tages, den Ihr sicher schon im Internet gesehen habt.

Keiner fuhr mehr und nur noch Michael Müller stand vor dem Rail.

Er sprang ab und versuchte einen hurricane Top Soul (360 outspin top soul).

Leider nicht geschafft, aber er ließ nicht locker und es folgten einige erfolglose Versuche und Stürze. Dann kam der letzte Versuch, die eine Hälfte der Zuschauer klatschte um ihn anzufeuern und die andere Hälfte hatte Ihre Smartphones in der Hand um diesen Moment festzuhalten.
Er sprang drehte sich 360 Grad und lockte perfekt im Top Soul und landete unten in der Abfahrt to fakie.

Michael Müller – 360 hurricane topsoul Photo: Sebastian Hofer

Nun gab es kein Halten mehr. Die Menge bebte und es kam zu bestimmt zwei Dutzend High Fives von Homies und Unbekannten für den jungen Mann aus Wangen.

Der Spot war gekilled. Da es noch früh war, wurde entschlossen noch einen Spot vor den Final Spots einzufügen.

Finanzamt Rails

Auch dieser Spot ist nicht unbekannt, den er wurde schon beim Real Street Stuttgart 2010 gefahren. Zwei Handicap Rails für links und rechts in perfekter Höhe und Länge.

Also ein etwas entspannterer Spot wo auch viel Switchups und technische Tricks gezeigt wurden.

Adriano Landsberg aus Bonn zeigte einige technische anspruchsvolle Switschups wie z.B. backside shifty to frontside fahrvergnügen to top soul

Adriano Landsberg – backside savannah Photo: Jannis Allert

Gino Dangers und Michael Witzemann fielen auch mit sauberen Combos auf.

Relativ zügig ging es dann zum Final Spot.

Obere Ziegelei Kinkrails

dieser Spot wurde noch nie gefahren und ist etwas außerhalb gelegen.
Zwei Kinkrails auf beiden Seiten mit je zwei Kinks und Wiese daneben.

Jetzt wurden die letzten Kräfte gesammelt und die Teilnehmer gaben nochmal alles!

Karmi Schäfer machte das Rail als Erster mit nem Top Acid durch.
Er setzte dann unter anderem noch nen Fishbrain nach.

Karmi Schäfer - fishbrain photo Jannis Allert

Karmi Schäfer – fishbrain Photo: Jannis Allert

Michael Müller gab nochmal alles und machte einen perfekten Rocket Fischbrain und noch einen Rail Transfer an den ich mich nicht mehr genau erinnern kann, aber war auf jeden Fall krass. Dabei stürzte er auch 1-2 mal schwer aber stand sofort wieder auf und versuchte es nochmal. Der Junge Mann kann auf jeden Fall gut einstecken.

Gino Dangers machte einen Kindgrind first try komplett durch und haute dann noch einen shifty 360 shifty raus.

Der Contest war dann vorbei. Die Siegerehrung wurde in einem nahegelegenen Skatepak abgehalten, weil Anwohner schon alle Ihre Kamera gezückt hatten und befürchtet wurde, dass noch die Polizei anrückt.

Es war auf jeden Fall ein sehr cooles Event und wer nicht da war, hat etwas verpasst.

Der nächste Tourstop der Real Street Series findet am 11.07.2015 in Hamburg statt:

https://www.facebook.com/realstreetseries

Vielleicht sieht man sich ja da?

Resultat:

1. Gino Dangers
2. Karmi Schäfer
3. Michael Müller
4. Michael Witzemann
5. Adriano Landsberg
6. Patrick Ebensing
7. Hannes Keiner
8. Ranga Singh
9. Alexander Helm
10. Kevin Höhensteiger
11. Viktor Moor
12. Phil Aznar / Pietro Venturi
14. Stefan Fischer
15. Martin Schlecht
16. Amel Unger

Text: Andreas Hildebrand
Photos: Sebastian Hofer, Jannis Allert
Edit: Wolfgang Appelt

 

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